Asana, das dritte Glied des Yogasystems nach Patanjali
Die Praxis von Asana umfasst Sitz- oder Körperhaltungen und Bewegung. In der wörtlichen Sanskritübersetzung heißt Asana: Sitzplatz, Wohnsitz. Die Bezeichnung Sitzplatz leitet sich ab von den fünf Hauptsitzstellungen, die es hierbei als Basis für alle anderen Körperhaltungen gibt. Sie heißen PADMASANA, SVASTIKASANA, BHADRASANA, VATRASANA und VIRASANA.
Die Beschreibung als Wohnsitz bezieht sich auf den menschlichen Körper. Der Körper ist der Wohnsitz der Lebenskraft, der geistigen Kraft und der spirituellen Kraft. Diese Kräfte sind auch benannt als Pingala, Ida und Sushumna (Sanskrit).
Asana ist wichtig wenn man Yoga praktiziert
Asana dient unter anderem den Körper fit zu halten, um besser genießen zu können oder den Körper gesund zu erhalten, um den Sinnesobjekten „hinterherzurennen“, ohne die Lebensvitalität zu verlieren. Auch dient Asana die verschiedenen Organfunktionen aufrechtzuerhalten. Aber der Hauptzweck von Asana ist, die weiteren Stufen des Yoga besser praktizieren zu können.
Wenn man die richtige Sitzhaltung oder Asana hat, kann man besser lesen und verstehen und wird auch nicht so schnell müde. Der gesamte Körper wird durchblutet, das Nervensystem bleibt in einem guten Zustand. Dies ist darum sehr wichtig, weil es dem Bewusstsein, das den Körper durchdringt, ermöglicht alle Körperzellen und -teile wahrzunehmen. Störungen verschiedener Art können auf diese Weise sofort bemerkt werden. Die Informationen über den Körper und die Außenwelt werden unmittelbar durch das Nervensystem über elektronische Impulse zu den Gehirnzellen weitergeleitet.
Durch die sensible Wahrnehmung und schnelle Rückmeldung eventueller Organfunktionsstörungen und allgemein gesundheitlicher Störungen kann sofort vorbeugend reagiert werden. Das Entstehen von stärkeren Symptomen oder Krankheit muss gar nicht erst abgewartet werden, um dann heilende Mittel zu nehmen oder Diät zu halten.
Asana sorgt dafür, dass unser Verdauungssytem gut funktioniert, es fördert die gute Aufnahme der für den Körper wichtigen Nährstoffe und die Ausscheidung aller nicht gebrauchten Stoffe. Durch Asanas ist es auch möglich, Schlafstörungen zu vermeiden. Es können durch Asanas sowohl alle inneren Körperfunktionen, unabhängig von fremden Hilfsmitteln, in guter Weise erhalten werden, als auch unsere äußeren Bewegungen in harmonischer, fließender Ausdrucksform bleiben.
Asana unterstützt die vorangegangenen Glieder in ihren Unterteilungen, indem durch sie alle unsere Sinne aktiviert werden. Gemäß den Veden gibt es fünf informationssammelnde Sinne: Augen, Nasenlöcher, Ohrenlöcher, Zunge und Haut. Sowie fünf handelnde Sinne: unsere zwei Hände, unsere zwei Beine, der Magen, die Genitalien und die Ausscheidungsorgane. Alle diese 10 Sinne werden durch die Praxis der richtigen Körperstellungen in bester Weise unterstützt und fit gehalten.
Quelle Headerfoto: lululemon athletica
Mehr über Asana
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Sri Sarvabhavana ist indischer Mystiker, spiritueller Begleiter in der Bhakti-Yoga-Tradition und Gelehrter der authentischen vedischen Schriften. Sein tiefes Verständnis der vedischen Spiritualität manifestiert sich in seinen Lebensberatungen, Vorträgen und Reisen zu einer der wenigen autorisierten Bhrigu-Palmblattbibliotheken Indiens.
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