Matcha Tee

Matcha Tee

Grüner Tee mal anders

Matcha ist die aufregendste Entdeckung der Teewelt des 21. Jahrhunderts. Matcha Tee wurde vor über 800 Jahren von buddhistischen Mönchen als Meditationsgetränk erschaffen und gilt heute als gesündeste, hochwertigste und seltenste Teesorte Japans.
 
Tee galt seit alters her als Medizin – und um die natürlichen und gesunden Inhaltsstoffe von Tee aufzunehmen, lag nichts näher, als die hochwertigen Teeblätter, wie die meisten anderen medizinischen Pflanzen, zu einem feinen Pulver zu vermahlen. Matcha war geboren.

1191 brachte der Zen-Meister Eisai diese neue revolutionäre Methode, Tee zu trinken, aus China mit nach Japan. Eisai bereiste das ganze Land und pflanzte überall Tee, weil: “Tee ist eine wundersame Medizin, um den Gesundheitszustand aufrecht zu erhalten. Tee hat eine außergewöhnliche Kraft, um Leben zu verlängern. Überall, wo Menschen Tee anbauen, wird langes Leben folgen.” Matcha galt fortan als “Geheimmedizin” des Kaiserhofes und Klerus.
Im 16. Jahrhundert prägte ein weiterer Zen-Meister die Geschichte des Tees in Japan: Sen-no-Rikyu erfand die Teezeremonie. Diese hohe Kunst des Teetrinkens hat das Japan-Bild im Westen stark geprägt. Der Tee, der bei dieser Zeremonie zubereitet wird, ist Matcha. Mit der Teezeremonie schaffte Matcha den Durchbruch bei den Samurai, Japans Kriegerkaste.

Zubereitung – Matcha traditionell

Die Kunst, einen perfekten Matcha Tee zuzubereiten, besteht aus einigen simplen, aber wichtigen Schritten:

  • Frisches, möglichst weiches Wasser kochen
  • Das Wasser auf rund 80°C abkühlen lassen (z.B. Wasserkocher öffnen, 10 min. warten oder das Wasser zwei Mal in ein anderes Gefäß umfüllen – bei jedem Umfüllen verliert Wasser ca. 10° Celsius.)
  • 1g Matcha (2 Bambuslöffel oder ½ Teelöffel) in eine Matcha Schale geben
  • Mit ca. 80 ml Wasser (80°) aufgießen
  • Den Tee mit einem Matcha-Besen schaumig schlagen. Dies dauert ca. 15 Sekunden. Eine einfache aber auch schnelle Alternative zu einem Matcha Besen ist der Milchschäumer. 

Matcha Entstehung

Nur eine kleine Elite unter den Teebauern Japans kann Matcha Tee herstellen. Die Produktion ist die aufwändigste in der Welt der Tees. Matcha wächst nur in besonderen Schattenteeplantagen. Vier Wochen vor der Ernte werden die Matcha-Plantagen mit dunklen Netzen eingehaust. Diese spezielle Überschattungstechnik reduziert das Sonnenlicht, das zu den Pflanzen gelangt, um 90%. Fast im Dunkeln kompensiert die Teepflanze den Verlust der Sonnenstrahlen mit einer besonders intensiven Produktion von Chlorophyll, das Blatt wird reich an Aminosäuren und gibt später einen zarten, süßlichen Geschmack.

Die entschiedene Stufe der Produktion findet in der Fabrik statt, wo Tencha Tee mit speziellen Granitsteinmühlen zu Matcha gemahlen wird. Die durchschnittliche Pulvergröße des Matcha beträgt um die 5 bis 10 Mikrometer. Der Tee ist ultrafein und zergeht so direkt auf der Zunge. Eine Steinmühle mahlt in einer Stunde lediglich 30g – 40g Tee, das entspricht in etwa einer Dose Matcha. Die Granitsteinmühle ist auch im 21. Jahrhundert noch ein notwendiges Instrument, um die äußerst empfindlichen Tencha-Blätter zu Matcha zu vermahlen. Während des Mahlens müssen die Farbe, der Geschmack und das Aroma unbedingt erhalten bleiben. 

Matcha und Gesundheit

Matcha ist weltweit die einzige Teesorte, die traditionell zu einem feinen Pulver vermahlen wird. Dieses Pulver gießt man mit heißem Wasser auf, und schlägt es mit einem Bambusbesen schaumig. Wer Matcha trinkt, nimmt das Teeblatt im Ganzen (als in Wasser aufgelöstes Pulver) zu sich. Dies ist der entscheidende Unterschied zu anderen Teesorten. Normale Tees, egal ob grün oder schwarz, sind Teeblätter, die mit heißem Wasser aufgegossen werden. Das Getränk, das man zu sich nimmt, ist jedoch nur das Extrakt aus den Teeblättern – die Blätter selbst bleiben zurück und werden entsorgt. Leider ist nur ein Bruchteil der gesunden Inhaltsstoffe des Tees wasserlöslich, je nach Teesorte und Aufgussart zwischen 10% und 20%. Matcha-Trinker kommen in den Genuss des ganzen gemahlenen Teeblattes und können somit eine höhere Konzentration an Antioxidanten, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen des Grüntees aufnehmen.

Matcha kann rund 10 bis 15 mal mehr Inhaltsstoffe aufweisen als alle herkömmlichen Teesorten und hat besonders viele Antioxidantien: 137 x mehr EGCG-Katechine als alltägliche Grüntees.(1)

Diese hochgradig im Matcha enthaltenen Katechine fördern sowohl die körpereigenen Abwehrkräfte als auch den Stoffwechsel und helfen, Cholesterin- und Blutzuckerwerte zu senken. Zahlreiche Studien schreiben Matcha ebenfalls eine Krebs vorbeugende Wirkung zu. Matcha weißt den bis dato höchsten bekannten Wert an Antioxidantien in einem natürlichen Produkt auf.

(1)Quelle: Determination of catechins in matcha green tea by micellar electrokinetic chromatography by David J. Weiss, Christopher R. Anderton, Department of Chemistry, University of Colorado

Pure Tea

 

 

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