Koch Dich glücklich
von Volker Mehl
Jeder will es unbedingt haben. Leider weiß aber keiner so wirklich wie es funktioniert, obwohl es zu dem Thema Unmengen von Leitfäden, Workshops und ganze Bibliotheken voller Bücher gibt. Wer den Begriff im Internet eingibt bekommt über 20.000.000 Treffer.
Wer schlaue Sprüche zu dem Thema sucht, findet 556.000 Treffer. Es gibt ganz spannende wissenschaftliche Ergebnisse zu dem Thema. Unter anderen, dass mit einem zunehmenden Grad der Fremdbestimmung, dieser so sehr gewünschte Zustand dramatisch abnimmt. Als ganz wichtigen Punkt erachten Wissenschaftler auch das Zusammenspiel von körperlichen und geistigen Funktionen, um diesen Zustand in seiner Gesamtheit zu erleben. Um was es denn nun geht? Ganz einfach, um Glück und glücklich sein. Es gibt kaum eine größere Sehnsucht des Menschen, wie den Wunsch glücklich zu sein.
Der Ursprung des Wortes Glück aus dem mittelhochdeutschen bedeutet auch "Art wie etwas Endet" und für diesen Zustand musste der Betreffende noch nicht einmal etwas tun. Für mich persönlich ist das eine ganz wunderbare Beschreibung für diesen Zustand. Gerade unter diesem Aspekt bieten Ayurveda und Yoga ganz wunderbare Hilfestellungen zum glücklich sein. Denn beide gehen vom Individuum als absoluter Basis aller Betrachtungen aus. Yoga lehrt ja gerade, dass so wie ich bin ist schon gut und gewollt. Die selbe, unerfassbare Kraft, die alles um mich herum geschaffen hat, hat auch mich geschaffen und das nicht ohne Grund. So wie ich bin, bin ich gewollt und geliebt, diese tiefe Erkenntnis steckt tief in uns.
Der große Mystiker des Mittelalters Meister Eckhardt nennt es das göttliche Seelenfünklein. Im Sanskrit drückt das om mane padme hum Mantra, den tiefen Wunsch des Mitgefühls aus, dass alle Lebewesen die Befreiung aus dem Zyklus der Wiedergeburten erfahren. In beiden Interpretationen findet sich auch der Ursprung des Wortes Glück wieder. Denn wenn ich aufhöre schöner, besser oder anders sein zu wollen, dann kann das Glücklichsein beginnen. Das Glück liegt schon in mir, niemand anderes kann es mir geben oder wegnehmen, denn dieser Zustand hat weder Anfang noch Ende.
Um diesen Zustand erreichen zu können, ist aber auch eine gute körperliche Verfassung die Grundvoraussetzung. Denn im Ayurveda wusste man bereits vor über 5.000 Jahren um das wichtige Wechselspiel von Körper und Geist. Eine zentrale Rolle spielt hier eine angepasste und ausgewogene Ernährung. Damit ein Essen wirklich glücklich machen kann, müssen alle Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit vorhanden sein. Im Ayurveda gibt es sechs Geschmacksrichtungen, süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend. Eine Mahlzeit schmeckt meistens dann langweilig und nicht wirklich glücksbringend, wenn einer dieser Geschmäcker fehlt. Unter diesen Aspekten habe ich ein Rezept für euch zusammengestellt und wünsche euch viel Spaß beim nachkochen und auf dem Weg zum glücklich werden.
Zum Rezept von Volker Mehl
Volker Mehl
Neben seiner eigenen Kochschule in München, arbeitet er als freier Autor u.a. für das Kochportal bongusto.de und moderiert bei Radio Lora in München seine eigene Radiosendung. Im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung gibt er Kochkurse für o2, Home Shooping Europe, die AOK Bayern und an der Uni Klinik in Heidelberg. Daneben ist er regelmäßig zu Workshops in verschiedenen Yogaschulen in Deutschland, der Schweiz und auf Ibiza unterwegs.
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