Kekse gegen Blues

Kekse gegen den Blues

Die Antimelancholika der Hildegard von Bingen

von Andrea Wichterich

Durch den langen Winter, den Licht- und Bewegungsmangel fühlen sich viele Menschen abgespannt und müde, haben zu nichts so richtig Lust und empfinden es als große Anstrengung, den Anforderungen des Alltags zu begegnen. Hinzu kommen Traurigkeit, Gereiztheit und ein Gefühl innerer Leere und Sinnlosigkeit.

Doch glücklicherweise ist gegen alles ein Kraut gewachsen, und Mutter Natur schenkt uns so manches Pflänzlein, das unsere Seele erhellt und uns auch im Winter mit Sonnenkräften verwöhnt.

Die Nonne und spätere Äbtissin Hildegard von Bingen, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten abendländischer Medizingeschichte, die von 1098 bis 1179 lebte und wirkte, wusste um viele dieser Pflanzen und Möglichkeiten der Behandlung von Melancholie. Sie hinterließ uns ein umfangreiches Werk mit Rezepturen, die keinesfalls an Aktualität verloren haben, denn eine ganzheitliche Sicht, wie Hildegard sie vertrat, findet auch heute wieder mehr und mehr Einzug in das medizinische Verständnis vom Menschen. Und nicht umsonst wird Hildegard von Bingen häufig als die erste Umweltmedizinerin bezeichnet, legte sie doch einen besonderen Schwerpunkt auf die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper. Techniken und Mittel, die, angesichts der zunehmenden Schadstoffbelastung aus der Umwelt und der damit einhergehenden Entstehung so genannter Zivilisationskrankheiten aktueller denn je sind.

Bekannt wurde vor allem die Diätetik der Hildegard, d.h. ihre Ernährungs- und Fastenlehre. 

Was hat dies nun mit unserer „Winterdepression“ zu tun? 

Im ganzheitsmedizinischen Verständnis, sind Körper, Geist, Seele und Umwelt des Menschen untrennbar miteinander verwoben und wirken wechselseitig aufeinander ein. Nach Hildegard von Bingen gehen depressive Gemütszustände mit einer vermehrten Ansammlung von Gift- und Schlackenstoffen im Blut einher (diese bezeichnet sie als „Schwarzgalle“ oder „Melanche“), die von dort mittels Aderlass und anderer Ausleitungsverfahren, sowie mit Phytotherapeutika (das sind pflanzliche Heilmittel) ausgeleitet werden können. Sie benennt eine ganze Reihe so genannter Antimelancholika, das sind Mittel gegen die Traurigkeit. Darunter befinden sich auch einige kulinarische Köstlichkeiten, die beweisen, dass gute und wirkungsvolle Medizin nicht immer bitter (und teuer) sein muss – allen voran ihre berühmten Nervenkekse: Hierbei handelt es sich um ein Mürbeteiggebäck, das in großen Mengen Muskat, Zimt und Gewürznelken sowie geriebene Mandeln enthält. 3 bis 5 Kekse am Tag, hellen nachhaltig die Stimmung auf (Kinder essen ggf. die Hälfte, mögen die Kekse aufgrund des würzigen Geschmacks jedoch häufig nicht). Weiterhin unterstützen die Kekse laut Hildegard alle fünf Sinnesorgane, schaffen ein frohes Gemüt und stärken die Nerven. 

Andere, bekannte Mittel, mit denen Hildegard von Bingen dem Winterblues zuleibe rückt, sind ihr Veilchenelexier, das Hildegardsche Allroundmittel Fenchel, gelöschter Wein und ihre Nervendiät. Die Nervendiät der Hildegard von Bingen besteht vornehmlich im Genuß von Dinkel, von dem sie sagt, dass er die Gabe des Frohsinns verleihe. Lassen Sie sich´s schmecken.

 

Autorin: Andrea Wichterich

Diplom-Heilpädagogin, Heilpraktikerin in eigener Praxis in Bergisch Gladbach (Bensberg) therapeutische Schwerpunkte: Hildegardmedizin, Ausleitungsverfahren, Phytotherapie, Ayurveda, Sat Nam Rasayan und Frauenheilkunde.Seit 15 Jahren Yoga- und Meditationspraxis, u.a. Satyananda- und Kundalini-Yoga, Meditationstechniken von Osho. Seit 10 Jahren Erfahrungen mit Schwitzhütten und anderen schamanischen Techniken und Ritualen.

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