Obst und Gemüse ist nicht gleich Obst und Gemüse - achten Sie auf den Zellschutzwert des „Grünfutters“
Eine Ernährung, die reich ist an „Grünfutter“ gilt als gesund, denn dort sind – wie man inzwischen weiß – jede Menge schützender bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe enthalten. So kennt man Substanzen aus Obst und Gemüse, welche u. a. die Blutgefäße schützen, das Immunsystem stimulieren oder auch Krebserkrankungen entgegen wirken können! Die Empfehlung lautet daher: 5 - 7 Portionen Obst und Gemüse täglich, wobei man unter einer Portion etwa 100 g versteht. Wer diese Empfehlung beherzigt, so die Forscher, die sich mit gesunder Ernährung befassen, ist ausreichend mit gesundheitsfördernden bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen versorgt.
Aber Obst ist nicht gleich Obst und Gemüse ist auch nicht gleich Gemüse – das trifft vor allem auf die „Rostschutzwirkung“ (antioxidative Wirksamkeit) zu, die für die Gesunderhaltung der Zellen wichtig ist. Solche „Antioxidantien“, wie diese Zellschutzstoffe auch genannt werden, sind nämlich in der Lage den schädlichen freien Radikalen, die im Körper im Rahmen des Stoffwechsels entstehen, Einhalt zu gebieten. Auch die UV-Strahlung, Medikamente, Röntgenstrahlung, Rauchen und Umweltgifte sorgen für einen Anstieg an freien Radikalen.
Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang Fruchtsorten, die reich sind an Polyphenolen wie die Gojibeere oder die aus dem Regenwald des Amazonas stammende Acaibeere. Diese „Powerfrüchte“ sind reich an gesundheitsfördernden Polyphenolen und können somit mit hohen Zellschutzwerten (ORAC-Werte = Maß dafür wie stark eine Substanz in der Lage ist freie Radikale abzuwehren) punkten. Die Gojibeere hat beispielsweise 4000 Prozent mehr Zellschutzstoffe als Orangen und ist zudem noch reich an B-Vitaminen. Auch im Granatapfel oder in den Kernen von Weintrauben stecken interessante Substanzen mit hohen Zellschutzwerten. Ebenso stehen derzeit Gewürze wie beispielsweise Kurkumin oder Ingwer im Fokus der Forschung, denn auch hier gibt es Hinweise auf interessante Inhaltsstoffe mit nennenswerter Zellschutzwirkung, beispielsweise auch im Bereich der Nervenzellen.
Verschiedene Forschungsgruppen, die sich allgemein mit den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen in den pflanzlichen Nahrungsmitteln befassen, empfehlen die tägliche Zufuhr von 3000 bis 5000 ORAC-Einheiten in Form von Obst und Gemüse um ausreichend mit Zellschutzstoffen versorgt zu sein. Das ist gar nicht so leicht, denn das Obst und Gemüse, welches wir zur Verfügung haben und auch bevorzugt verzehren (wie Äpfel, Orangen, Erbsen und Möhren) zählt häufig nicht zu den „ORAC-starken“ Quellen. Hier sind tatsächlich eher die Beerenfrüchte oder Kohl (wie Grünkohl), Knoblauch und Brokkoli gefragt. Wer es nicht schafft sich täglich mit diesen Lebensmitteln in ausreichendem Maß zu versorgen, der kann auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die auf die Polyphenole und den genannten Zellschutzwert (ORAC) standardisiert sind.

Autorin: Dr. Michaela Döll
Die Autorin ist als Fachreferentin seit mehr als 15 Jahren – bundesweit, aber auch im Ausland - in der Weiterbildung von Ärzten, Heilpraktikern und Apothekern tätig und gilt als Spezialistin für die „Vitalstoffmedizin.“
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